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Donnerstag, 21. August 2008

Kroatien - Dobar dan, Ciao & Hallo

Eine Reise war es auf jeden Fall wert. Obwohl ich ja vor vier Jahren das Land schon mal besuchen durfte, war es dies mal wieder ein Erlebnis. Gut, man wird in vier Jahren ja doch irgendwo reifer und denkt über mehr Sachen nach als nur an das Essen, Bräunen und an die abendliche Alkoholzufuhr. Aber man bleibt hauptsächlich den alten Ansichten treu und genießt das Leben in vollen Zügen, solange es möglich ist.

Anfangen möchte ich mit der hilfreichen ADAC Reiseplan Beratung: man kann doch nicht alles im Vorfeld berücksichtigen, da man sich dann doch verfährt und trotz des Versuchs für die slovenische Autobahn keine Vignette zu kaufen, um Geld zu sparen, ging bei uns in der Hinsicht so gut wie alles schief. Also für die Zukunft - einfach mal 35 Piepen hinlegen, freie Bahn mit Marzipan genießen und sich nicht durch italienische Staus schwitzen, man hat ja grundsätzlich ja keine Zeit für sowas.

Angekommen in der ganz passablen Ferienwohnung mit einer schönen schattigen Terrasse und mit der Feststellung, dass es verdammt nochmal blöd ist ohne einen einzigen Kunar (kroatische Währung) am Samstag anzukommen, wo man nicht weiß wo man Geld wechseln kann - war der erste Abend recht positiv. Und der Strand ist lediglich 500 m (oder so) weg, also ca. 6 Gehminuten ohne Stöckelschuhe.

Ein Ausflug mit einem Boot der Istrien Küste über Vrsar, Lim und einem Aufenthalt in Rovinj hat meine Urlaubsgefühle verstärkt. Das perfekte Wetter und die Aussicht waren eindrucksvoll und sehr erheiternd. Ungelogen konnte man für läppische 30 Euro pro Person einen wunderschönen Tag mit Essen (Fisch oder Fleisch), Trinken (Wein, Schnapps, Wasser) und guten Einkaufsmöglichkeiten (shopping, good shopping) verbringen.

Die Kroaten können (fast jeder) mindestens 3 Sprachen - also gab es keinerlei Probleme sich mit den Einheimischen zu verständigen. Sie reden auch englisch oder russisch, wenn es denn nötig ist. Die Metzgerei-Verkäuferinnen scheinen aber keine sprachliche Ausbildung genossen zu haben - deswegen gab es auch unverständliche Blicke beim Fleischkauf.

Das Essen ist ganz allgemein sehr gut, außer es wird von einem Koch zu lange gegrillt. Aber es ist zum Glück nur am ersten Tag vorgekommen, dann nicht mehr. Kommt davon wenn man in die Touristen-Stadtteile geht und dort freundlich und schnell bedient werden will. Den wahren Service erlebt man in Kroatien in kleineren Restaurants (an dieser Stelle Gruß an Vito's Buffet) und in dem MacDonalds in Villach, Österreich. Für Fisch Liebhaber ist Kroatien ein Traumland, da man frischen Fisch immer kaufen kann, aber man muss ihn selbst präparieren was nicht jedermanns Sache ist. Der Geruch ist dann auch nur mit einem Duftspray zu beseitigen, sonst ist alles zu spät.

Ach, das Wetter habe ich vergessen. Das wichtigste Thema bei gepflegten Small-Talks. Fazit ist schnell gemacht: von 10 Tagen Urlaub war es an 8 Tagen brühend heiß und 2 Tage gewittrig, keinesfalls jedoch unter 26 Grad. Abends war es meiner Meinung nach genauso warm nur ohne die Sonne, kann aber auch an meinem permantenten Sonnenbrand liegen oder die Wärme des Schnapses von innen ;-)

Insgesamt verleiht das Land den gewöhnlichen Eindruck aller Mittelmeerländer: alle haben Urlaub, niemand arbeitet so richtig, es regnet nur selten und man kann das Mobiltelefon und den Fernseher vergessen, wenn nicht gerade Olympia wäre.

Auf diesem Wege verabschiede ich mich und möchte mich bei meinen wunderbaren Freunden bedanken, die mir einen wunderschönen Urlaub bereitet haben.

@Peter: zum Glück erinnert man sich nur an schöne Sachen im Urlaub *grins*